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Die Woche geht zu Ende und Armstrong geht mit

Nachdem am gestrigen Freitag eine sehr anstrengende Arbeitswoche mit einer 12-Stunden-Schicht zu Ende ging, heute erst einmal ausschlafen und in den Samstag hineintrödeln.

Eine analoge Schallplatte auflegen oder digitale Audio-Files bemühen? Plattenspieler oder iPod?

Beide Geräte sind an die HiFi-Anlage angeschlossen, harren einträchtig, griffgünstig nebeneinander platziert, (m)einer Entscheidung.
Bequemlichkeit (den iPod mit seinen knapp dreitausend darauf gespeicherten Songs/Musikstücken auf Zufallswiedergabe stellen) oder hohe Klangqualität (Vinyl), diese allerdings gepaart mit ständigem, umständlichem Plattenwechsel?

Keine Entscheidung, ich lasse es erst einmal ganz sein, Stille ist manchmal die bessere Musik.

Eine Entscheidung:

Gestern Abend, als ich, bereits im Prä-Schlaf, vor dem Fernseher auf dem Sofa saß, habe ich noch mitgekriegt, wie die Tour-de-France-Berichterstattung des Senders Eurosport in der nächtlichen Zusammenfassung der zurückliegenden Pyrenäen-Etappe einen völlig erschöpften Lance Armstrong zeigt, steinalt im Gesicht, genervt, da eben von Alberto Contador am finalen Berg des Tages abgehängt.

Die Tour ist nicht einmal zu einem Drittel vorbei, doch eines scheint klar zu sein:
Unter den drei Haupt-Dopern des mutmaßlich drogenverseuchten, durch Geldmassen aus undurchsichtigen, kasachischen Quellen gepimpten Astana-Teams, also unter Armstrong, Contador, Klöden sind die Würfel gefallen, die Entscheidung zwischen alt und jung, zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Vinyl und MP3 ist zugunsten des Letzteren gefallen, was ja auch nicht weiter verwundert.

Keine Verwunderung auch darüber, dass das systematische Hocheffizienz-Doping munter weitergeht - so, wie Contador den Berg hinauf gestürmt ist, ist jedenfalls keine andere Schlussfolgerung denkbar.

Aber wir Zuschauer wollen ja nichts anderes, wir wollen ja das aberwitzige, übermenschliche Spektakel (das die Tour de France, drogen-, doping- aufputschmittelverseucht, seit den Sommertagen des Jahres 1903 immer war - bis die Doping-Kontrolleure kamen und den Spaß verdarben).

Die Ära Armstrong ist jedenfalls vorbei, und die Geschichte wird zeigen, wer in dieselbe eingehen wird: der Armstrong auf dem Rad, der auf dem Mond oder der mit der Trompete.

Ich denke, ich sollte eine Jazz-Platte auflegen.
11.7.09 13:42
 
Letzte Einträge: Ein Stadtspaziergang im Mai, Paul Kalkbrenner, Jefferson Airplane & ein seltsamer Lüneburger Professor


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