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1. FC Dalai - unser Lama

Am vergangenen Wochenende wurde Nürnberg, die Stadt von Albrecht Dürer, Flocke, Drei im Weckla und Mucks Betrachtungen, von zwei schrecklichen Ereignissen heimgesucht:
Der 1. FC Nürnberg, von seinen Anhängern kurz „der Club“ genannt (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen, aber nicht ganz so erfolglosen Buchhandel von Bertelsmann) ist in die zweite Bundesliga abgestiegen und der Dalai Lama war zu Besuch in der Stadt.
Das eine Ereignis war schrecklich für die Club-Fans, das zweite für die chinesische Regierung und deren Anhänger, wobei letztere den ersteren zahlenmäßig überlegen sind, Fachkreise sprechen von etwa eineinhalb Milliarden Menschen (so gesehen hatte der Club nie eine Chance).
Was haben der 1. FC Nürnberg und der Dalai Lama gemeinsam (außer, dass beide nicht Fußball spielen können), dass sie beide in der Lage sind, die Gemüter der ansonsten fränkisch-unaufgeregten Nürnberger in Wallung zu versetzen und es auf die Titelseite zwar nicht der New York Times, aber doch immerhin der Nürnberger Nachrichten zu schaffen?
Einiges.
Beide tragen rote Gewänder (Gewand = buddhistischer Ausdruck für Trikot, Anmerkung des Übersetzers), diese wahlweise mit Fassung (Dalai), wahlweise mit Sponsorenaufdruck (Club), beide haben Fans, die ihre (Fan- bzw. Gebets-) Schals schwenken, was gut zum regionalen Bier passt. Das schmeckt nämlich auch schal, wenn man es nicht schwenkt.
Und beide sind abgestiegen.
Der Club in die 3. Liga (ab 2009) und der Dalai, dies allerdings schon vor langer Zeit, aus den Höhen seines tibetischen Amtssitzes in die Tiefen des Exils, in die Niederungen und die Ödnis des Heimatlosseins.
Dennoch hat der Deutschen liebster Marken-Buddha sein Lachen, seinen Humor nicht verloren, womit wir bei Lösungsstrategien für die 1.-FC-Nürnberg-Misere wären:
1.) Immer lächeln!
2.) Zwischendurch kichern!
3.) Dann wieder lächeln!
4.) Und bei alledem: Ruhe bewahren!
Denn in der Ruhe liegt die Kraft, der Weg ist das Ziel, Raider heißt jetzt Twix, unsere Oma fährt im Hühnerstall Motorrad, und wenn die Katze ein Pferd wäre, könnte sie die Bäume hochgaloppieren.
20.5.08 21:14
 
Letzte Einträge: Ein Stadtspaziergang im Mai, Paul Kalkbrenner, Jefferson Airplane & ein seltsamer Lüneburger Professor


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